64.000 Euro teurer Elektroschrott

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Beitragvon frontpushbar » Samstag 23. Mai 2026, 08:36

E-Ente oder WC-Ente? Die Zukunft wird es zeigen...

Legendäre "Ente" kommt als E-Auto zurück – mit Preis unter 15.000 Euro

Amsterdam/Paris – Die legendäre "Ente" kommt als Elektroauto zurück – und sie soll weniger als 15.000 Euro kosten. Der französische Hersteller Citroën, der inzwischen zur Stellantis-Gruppe gehört, gab bei einer Investorenkonferenz in Auburn Hills im US-Bundesstaat Michigan am Donnerstag Details zu dem neuen 2CV bekannt. "Citroën ist zurück. Es ist eine Rückkehr in die Zukunft", sagte Citroën-Chef Xavier Chardon.

Die neue "Ente" werde "zu 100 Prozent elektrisch" sein und solle vollständig in Europa gebaut werden, fügte er hinzu. Sie werde ein "echtes Volksauto sein, gemacht für den Alltag". 1948 habe der 2CV "Millionen von Menschen die Freiheit der Mobilität geschenkt, und 80 Jahre später wird der neue 2CV die Elektromobilität demokratisieren", sagte Chardon.

Erinnert an Original

Analysten und Journalisten konnten bereits einen Blick auf die Karosserie werfen, die das Design des Originals nachahmt: eine gewölbte, geriffelte Motorhaube, ein Heck mit Fenster und Kofferraum in Schräglage, leicht hervorstehende Scheinwerfer. Die Türgriffe und Stoßstangen ähneln demnach auch der Originalversion, müssen aber möglicherweise noch an die Sicherheitsnormen angepasst werden. Der Öffentlichkeit wird die Elektro-Ente auf der Pariser Automesse im Oktober vorgestellt.

Der Name 2CV ging ursprünglich auf die entsprechende Steuerklasse in Frankreich zurück, wurde aber umgedeutet als "deux chevaux" (zwei Pferdestärken = PS). Tatsächlich hatten die ersten Modelle eine Motorleistung von neun PS.
Citroën hatte den Wagen am 7. Oktober 1948 mit großem Aufsehen auf dem Pariser Autosalon vorgestellt. Ursprünglich gab es die "Ente" nur in grau, später war sie in vielen Farben und mit höherer Motorleistung erhältlich. Die letzten 2CV liefen 1990 in Portugal vom Band. Hintergrund für das Aus waren verschärfte EU-Emissionsnormen.

Quelle: https://www.derstandard.at/story/300000 ... Ax2TC48B9w

Soll angeblich so aussehen - wenig originell:

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Damals das "kultige" Studentenauto der 70er/80er.

Kann da nicht mitreden, meine Studentenkarre in den 1990ern war u.a. ein 1971er Ford LTD Sedan mit 6,6er V8. :wink:
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Beitragvon grant » Samstag 23. Mai 2026, 10:13

schaut eher wie ein Fiat 500(?) aus, hat mit einer Ente absolut nicht zu tun...
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Beitragvon frontpushbar » Dienstag 26. Mai 2026, 12:58

Ob das eine gute Idee ist?

Ferrari präsentierte erstes Elektroauto

Der italienische Luxussportwagenhersteller Ferrari hat gestern in Rom sein erstes vollelektrisches Auto vorgestellt.

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Mit dem Modell Luce wagt der Konzern einen strategischen Kurswechsel, während Konkurrenten wie Porsche und Lamborghini ihre Elektroauto-Ambitionen wegen schwacher Nachfrage zuletzt zurückschraubten. Der Preis liegt bei 550.000 Euro, die Auslieferung soll im vierten Quartal beginnen.

Bei der Entwicklung arbeitete Ferrari mit dem ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive zusammen. Der viertürige Luce ist der erste Fünfsitzer von Ferrari und verfügt über vier Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von mehr als 1.000 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 310 Kilometern pro Stunde. Die Reichweite gab Ferrari mit mehr als 500 Kilometern an.

Um das typische Ferrari-Gefühl zu erhalten, verstärkt der Wagen die Vibrationsgeräusche des Elektroantriebs. Im Innenraum setzt Ferrari im Gegensatz zu Herstellern wie Tesla zudem auf physische Bedienelemente.

Quelle: https://orf.at/stories/3431387/#:~:text ... lektroauto

Sieht wieder einmal "billig" und plastikartig aus, so wie es vielen Elektroautos eigen ist. Auch wenn der Vergleich stark hinkt, da wäre für mich persönlich ein Dodge Hellcat die bessere Wahl und preislich im Vergleich dazu eine echte Okkasion.
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Beitragvon roland-1 » Mittwoch 27. Mai 2026, 07:11

Ich finde das Design auch nicht gelungen und bin ebenso der Meinung, dass das wenig wertig ausschaut.

Bei den Ferrari-Besitzern kommt er auch nicht gut an:
"Eine Umfrage unter fast 400 Ferrari-Besitzern ist besonders aufschlussreich. Auf die Frage «Würden Sie den neuen Ferrari Elettrica kaufen?» antworteten 76,6 % einfach ... «nie». Nur 4,2 % gaben an, sich schnell einen kaufen zu wollen. Noch interessanter ist, dass 13,7 % erklären, dass sie ihn nur kaufen würden, um dann auf eine Zuteilung für einen Ferrari Icona oder eine zukünftige Sonderserie mit Verbrennungsmotor zu hoffen (obwohl sie das nicht tun). der CEO von Ferrari hat deutlich gemacht, dass dies nicht möglich sein wird)."

https://www.italpassion.fr/de/ferrari/d ... er-denken/

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In rot schaut er etwas besser aus, als in diesem Baby-Blau.
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Beitragvon frontpushbar » Mittwoch 27. Mai 2026, 11:23

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Beitragvon frontpushbar » Donnerstag 28. Mai 2026, 06:43

Ferraris E-Auto irritiert Anleger und Fans

Der italienische Luxussportwagenhersteller Ferrari steigt spät, aber doch in den E-Automarkt ein. Am Montag und Dienstag präsentierte der Konzern das Modell Luce mit vier Elektromotoren und einer Gesamtleistung von mehr als 1.000 PS. Doch an den Börsen löste Luce nicht gerade Begeisterung aus. Auch Fans reagierten enttäuscht, vor allem wegen des für Ferrari untypischen Designs. Der Luce könne den Mythos Ferrari zerstören, hieß es.

Er soll in der Spitze mehr als 310 km/h und 530 Kilometer schaffen, so die Angaben von Ferrari. Luce soll auch in 2,5 Sekunden auf 100 km/h kommen. Die Energie dafür stammt von einer 122-Kilowattstunden-Batterie. Der Preis liegt bei stolzen 550.000 Euro, die Auslieferung soll im vierten Quartal beginnen.

Für die Präsentation wählte das Unternehmen einen symbolträchtigen Ort, die Vela di Calatrava, ein segelförmiges Bauwerk des spanischen Architekten Santiago Calatrava in Rom. Ferrari lud über 200 Journalistinnen und Journalisten aus aller Welt zur Enthüllung ein, gefolgt von mehreren Galadinners.

Denn mit Luce will Ferrari ein neues Kapitel aufschlagen, das gleichsam zum Drahtseilakt wird. Ursprünglich hieß es, bis 2030 sollen 40 Prozent der neuen Ferraris elektrisch sein, nun sind es nur mehr 20 Prozent. Auch Konkurrenten wie Porsche und Lamborghini schraubten ihre E-Ambitionen wegen schwacher Nachfrage zurück. Nun aber soll der erste vollelektrischen Ferrari den Ton angeben – doch die Resonanz ist gespalten. Denn vieles am Luce erinnert nicht sehr an Ferraris typische Wagen.

Fünf Jahre an Akustik gefeilt

Das Modell verfügt über vier Türen und fünf Sitze. Mit einem 600 Liter fassenden Kofferraum zielt man offenbar auch auf wohlhabende Familien ab. Im Innenraum setzt Ferrari im Gegensatz zu Herstellern wie Tesla auf physische Bedienelemente. Um das typische Ferrari-Gefühl zu erhalten, verstärkt der Luce zudem die natürlichen Vibrationsgeräusche des Elektroantriebs. Man habe fünf Jahre und 40.000 Kilometer an Teststrecke in die Entwicklung der Akustik gesteckt, gab Ferrari an.

Für den äußeren Anschein des Luce verabschiedete sich Ferrari vom klassischen Stil von Designchef Flavio Manzoni. Stattdessen setzte man auf den ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive.

„Zerstörung eines Mythos“

Kritik kam auch vom früheren Ferrari-Präsidenten Luca Cordero di Montezemolo, der am Dienstag vor möglichen Imageschäden warnte. Es bestehe das Risiko einer „Zerstörung eines Mythos“, sagte Montezemolo, der den Konzern von 1991 bis 2014 führte, laut Medienangaben. „Wenn ich sagen würde, was ich denke, würde ich Ferrari schaden.“ Er äußerte die Hoffnung, dass zumindest das „Cavallino rampante“, das berühmte Pferdeemblem, nicht auf dem Modell Luce verwendet wurde – was allerdings der Fall ist.

Der ehemalige italienische Industrieminister Carlo Calenda bezeichnete Luce als „ästhetische und technologische Beleidigung“ für alle Fans der Marke Ferrari. „Glückwunsch an John Elkann, der nach der teilweisen Zerschlagung oder dem Verkauf von Magneti Marelli, Comau, Iveco, Fiat, Alfa Romeo, Maserati, Lancia, der ‚Scuderia‘ Ferrari, von Juventus FC sowie der Zeitungen ‚La Repubblica‘ und ‚La Stampa‘ nun offenbar auch Ferrari selbst ruinieren will. Und das war nicht einfach“, kommentierte Calenda in Richtung des Ferrari-Chefs.

Im Netz gab es nach der Enthüllung des Modells überwiegend negative Reaktionen. Analysten und Influencer verglichen das Design mit E-Autos auf dem Massenmarkt. Die Strategie sei ein Rätsel, so etwa der Branchenexperte Pierre-Olivier Essig von AIR Capital in einer Analyse. „Das Auto sieht aus wie eine Mischung aus Honda Accord EV und Tesla Model 3.“

Aktie gab sofort nach

Auch die Anleger reagierten enttäuscht. Die Aktie verlor an der Mailänder Börse mehr als sechs Prozent und fiel auf 284,4 Euro. Ein solcher Absturz ist höchst ungewöhnlich nach der Präsentation eines neuen Modells. Bereits im September, als Ferrari seine sehr konservativ gehaltenen Gewinnziele präsentierte, waren die Aktionäre irritiert.

„Gemessen an der Reaktion der Autofans und des Aktienmarktes wäre Ferrari möglicherweise besser beraten gewesen, seine Pläne für Elektrofahrzeuge auf Eis zu legen“, schrieb die Wirtschaftsnachrichtenseite Bloomberg am Dienstag in einem Kommentar.

Doch Ferrari sieht den Luce als zukunftsweisend an. Und für die durchschnittliche Autokundschaft dürfte das Modell durch den hohen Preis ohnehin nicht infrage kommen. Ferrari setzt zudem auch weiterhin auf Wartelisten und ein sorgfältig gesteuertes Angebot, um die Exklusivität zu gewährleisten.

Quelle: https://orf.at/stories/3431473/

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Beitragvon roland-1 » Donnerstag 28. Mai 2026, 07:21

Die Türen hinten sind die Krönung, was hat man sich dabei nur gedacht?

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Beitragvon roland-1 » Donnerstag 28. Mai 2026, 09:40

da sind lustige Bilder dabei :lol:

Netz-Spott über Luce
„Ferrari bei Temu bestellt“ ist noch harmlos

https://www.krone.at/4156251

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Beitragvon frontpushbar » Freitag 29. Mai 2026, 06:47

roland-1 hat geschrieben:Die Türen hinten sind die Krönung, was hat man sich dabei nur gedacht?


Na, da hat man fröhlich eine amerikanische Tradition aufgegriffen. :wink:

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Da waren ja die 80er innovativer.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Dodge_M4S

Auch Elektro - siehe SP 2:18. :lol:





Mein Gott, wie oft haben wir uns damals den Film mit dem Dodge und dem jungen Charlie Sheen via VHS reingezogen... :lol:
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Beitragvon roland-1 » Freitag 29. Mai 2026, 07:23

Die deutsche Version des Films habe ich auch mehrfach geschaut. Das Charlie Sheen da mitgespielt hatte, wusste ich nicht mehr und die Geschichte des Autos ist mir auch neu, interessant.

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Beitragvon frontpushbar » Samstag 30. Mai 2026, 07:37

Das polarisierende Design bei E-Autos liegt offensichtlich in der Natur desselben begründet:

Dass Elektroautos rein optisch oft als „billig“ empfunden werden, liegt meist an einer Mischung aus konsequenter Aerodynamik, neuartigen Proportionen und einem anderen Design-Ansatz.

Folgende Punkte prägen dieses Aussehen:

Aerodynamik über alles

Um mehr Reichweite aus der Batterie herauszuholen, ist eine windschlüpfige Form Pflicht. Das bedeutet: Tropfenform, flache Fronten, versenkte Türgriffe und verkleidete Räder. Das wirkt oft glatt, weich und weniger aggressiv als das kantige Design vieler Verbrenner.

Fehlender Kühlergrill

Ein traditioneller Kühlergrill vermittelt bei Autos oft Kraft, Eleganz oder Aggressivität. Bei E-Autos fällt er weg, da der Antrieb weniger Kühlung braucht. Die dadurch oft sehr glatten, geschlossenen Frontpartien wirken auf manche ungewohnt, steril oder „nackt“.

Kompakte Motorräume & lange Kabinen

Da Elektromotoren viel kleiner sind, können sie platzsparend verbaut werden. Das ermöglicht kürzere Motorhauben und weiter nach vorn gezogene Fahrgastzellen (Cab-Forward-Design). Diese Proportionen wirken manchmal eiförmig oder ungewohnt hochbeinig.

Kunststoff und Minimalismus


Viele E-Autos setzen im Innenraum konsequent auf Nachhaltigkeit. Recycelte Materialien, veganes Leder oder große, glatte Plastikflächen wirken (obwohl sie ökologisch hochwertig sind) oft weniger opulent als klassisches Holz oder gestepptes Leder.

Fokus auf das Digitale

Viele Marken orientieren sich an modernen Tech-Produkten (wie Smartphones) und setzen auf Minimalismus: Ein großes Display in der Mitte, keine Knöpfe mehr. Was clean und modern sein soll, wird von Kritikern aber auch oft als „karg“ oder „lieblos“ wahrgenommen.

Quelle: https://gomag.ch/elektroauto-welchen-ei ... esign-hat/
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Beitragvon frontpushbar » Sonntag 31. Mai 2026, 07:02

Das Cab-Forward-Design ist nicht neu, siehe:

Das Cab-Forward-Design ist ein Gestaltungsmittel des Automobildesigns. Ursprünglich stammt der Begriff cab forward aus dem Lokomotivbau. Ziel des Cab-Forward-Designs ist es den Innenraum zu vergrößern, indem die Frontscheibe weit nach vorne versetzt und der Radstand verlängert wird.

Durch den längeren Radstand ergibt sich nicht nur mehr Platz auf den Rücksitzen, sondern auch ein besseres Fahrverhalten. Zudem sind die Überhänge kürzer. So kommen ca. 75 % der Fahrzeuglänge den Fahrgästen zugute, während der Motorraum kleiner wird. Diese Bauart hatte es in Europa und Japan schon länger gegeben, besonders bei Fahrzeugen mit Quermotor und Frontantrieb.

In den USA war das erste in Großserie produzierte Auto im Cab-Forward-Design der AMC Pacer aus dem Jahre 1975. Der Hersteller verwendete zwar nicht den Begriff cab forward, aber Fahrer und Beifahrer saßen darin weiter vorne als in anderen zeitgenössischen Autos. Auch die A-Säulen befanden sich weiter vorn und die Windschutzscheibe überdeckte einen Teil des Motorraums.

Im Jahre 1988 stellte Lamborghini die Studie Lamborghini Portofino im Cab-Forward-Design vor.

Chrysler begann ab 1992 das Cab-Forward-Design in seiner ganzen Modellpalette einzuführen. Fahrzeuge im Cab-Forward-Design waren der Chrysler Neon, der Chrysler LHS und der Dodge Intrepid. Im Jahre 2004 wurde das Cab-Forward-Design bei Chrysler wieder aufgegeben.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Cab-Forward-Design

Manche behaupten sogar, dass Chrysler durch die Verwendung des Cab-Forward-Designs gerettet wurde:

Obwohl der AMC Pacer als erstes Fahrzeug mit vorverlegtem Fahrerhaus gilt, verdankt das Konzept seine Berühmtheit Chrysler. In den 1980er-Jahren erlebte Chrysler dank des Erfolgs der K-Modelle eine Blütezeit, doch gegen Ende des Jahrzehnts wurde ein kompletter Nachfolger benötigt, insbesondere aufgrund der starken Konkurrenz durch japanische Fahrzeuge und den Ford Taurus. Hinzu kam, dass die US-Wirtschaft 1987 in eine Rezession geriet und Chrysler durch den Kauf von AMC und Lamborghini Schulden anhäufte. Die Lage verschlechterte sich erneut.

Ironischerweise halfen die beiden übernommenen Unternehmen Chrysler schließlich bei der Entwicklung seines neuesten Projekts. Es basierte auf dem AMC Eagle Premier aufgrund seiner mechanischen Eigenschaften, während das Außendesign, das Chrysler komplett neu gestalten wollte, stark vom gemeinsam mit Lamborghini entwickelten und 1987 präsentierten Portofino Concept inspiriert war. Die LH-Plattform kam 1993 mit drei völlig neuen Modellen auf den Markt: Chrysler Concorde, Dodge Intrepid und Eagle Vision. Alle drei zeichneten sich durch ihr Cab-Forward-Design aus.

Was ist das Besondere an der Cab-Forward-Bauweise?

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Wie der Name schon sagt, verlagert sich die Fahrgastzelle relativ zum Rest des Fahrzeugs. Auf den obigen Bildern zeigen die grünen Linien, dass sich die Unterkante der Windschutzscheibe von einem Punkt hinter den Rädern bis fast zur Hälfte ihres Durchmessers verschiebt. Die roten Linien verdeutlichen zudem die Neigung der A-Säulen, sodass ihr Vorsprung vor den Rädern liegt. Spätere Entwicklungen umfassten auch die Verlagerung beider Achsen an die Ecken der Karosserie. All diese Änderungen schufen deutlich mehr Innenraum, ohne dass die Außenmaße größer werden mussten.

Kurz gesagt, gelang es Chrysler, den Innenraum zu vergrößern, indem dieser näher an die beiden anderen Fahrzeugbereiche, hauptsächlich den Motorraum, herangeführt wurde. Als ob der verbesserte Komfort nicht schon genug gewesen wäre, stellten diese Modelle auch optisch eine große Veränderung gegenüber ihren Vorgängern dar, denn alle Proportionen waren anders, und sie wiesen bereits die Designtrends der 1990er-Jahre auf, wie die keilförmige Front, das glatte Blechkleid, weniger Chromverzierungen und das hohe Heck. Obwohl ihre Verkaufszahlen nicht bahnbrechend waren, trugen sie maßgeblich zur Verbesserung des Images des Herstellers bei.

Die LH-Limousinen erhielten 1998 im Zuge einer Markenreform ihre zweite Generation. Die größte Änderung war der Ersatz des Eagle Vision durch den Chrysler 300M. Wie bereits erwähnt, wurde das Cab-Forward-Konzept durch die Reduzierung der vorderen und hinteren Überhänge (den Abstand zwischen den Achsen und dem jeweiligen Karosserieende) optimiert. Neben der Vergrößerung des Innenraums verbesserte diese Änderung die Stabilität und den Wendekreis der Fahrzeuge – beides entscheidend für ein besseres Manövrieren.

Chryslers ursprüngliche Absicht war es, die LH-Modelle unter allen damals vertretenen Marken anzubieten. Dieser Plan wurde jedoch schnell verworfen: Die Plymouth-Limousine, die den Namen Accolade tragen sollte, ging nie in Produktion. Da die drei Modelle für ihren großzügigen Innenraum gelobt wurden, entschied sich das Unternehmen für den anderen Weg und investierte in höhere Preissegmente: In beiden Generationen bot die Marke Chrysler exklusive Modelle mit längerem Radstand und gehobener Ausstattung an. Eine davon war die LHS, die ein strafferes, eher europäisches Fahrgefühl bot.

Nachdem die Fahrer Zeit hatten, sich an die Cab-Forward-Bauweise zu gewöhnen und die Vorteile dieser Fahrzeuge zu nutzen, entschied sich der Hersteller, das Konzept auf die gesamte Modellpalette auszuweiten. Der Neon, der 1991 als Konzeptfahrzeug vorgestellt wurde, ging drei Jahre später als Einstiegsmodell mit Cab-Forward-Design in Serie. Hierbei wurden konzeptionelle Innovationen bewusst eingeschränkt, um die Produktionskosten niedrig zu halten, was in dieser Fahrzeugklasse unerlässlich war. Diese Entscheidung trug dazu bei, dass der Neon in vielen Ländern über rund elf Jahre hinweg sehr wettbewerbsfähig war.

Im Segment der Mittelklassefahrzeuge entstanden auf Basis der JA-Plattform drei Fahrzeuge mit Cab-Forward-Architektur: der Chrysler Cirrus, der Dodge Stratus und der Plymouth Breeze. Auch hier zeigte sich die Cab-Forward-Bauweise durch eine breitere als lange Frontpartie, kurze Überhänge, abfallende A- und C-Säulen sowie einen Radstand von 274 cm (108 Zoll). Die JA-Modelle durchliefen im Laufe der Jahre viele Veränderungen: Chrysler fügte 1996 das Sebring Cabriolet hinzu, die Modellpalette wurde 2000 neu gestaltet, und einige Modelle wurden umbenannt, um Platz für die Diamond-Star Coupés zu schaffen.

Chrysler trug maßgeblich zur Etablierung des Cab-Forward-Designs auf dem Automobilmarkt bei. Andere Hersteller übernahmen es rasch für Modelle aller Karosserieformen, Größen und Preisklassen und verbreiteten so das Konzept flächendeckend. Heutzutage weisen nur noch leistungsstarke Fahrzeuge eine lange Frontpartie auf, da diese als Symbol für mechanische Kraft gilt. Der nordamerikanische Hersteller geriet erst in der Finanzkrise von 2008 erneut in finanzielle Schwierigkeiten und wurde vom Fiat-Konzern übernommen. Heute präsentiert er sich mit einem völlig veränderten Modellangebot.

Quelle: https://danilloalmeida.medium.com/cab-f ... a5620642dc

Mir persönlich hat das Cab-Forward-Design nie gefallen.
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