roland-1 hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass die motorbezogene Versicherungssteuer für Elektrofahrzeuge gleich hoch sein wird wie für Verbrenner. Man wird sehen...
Stimme voll und ganz zu!
Die Diskussion zur Berechnungmethode der motorbezogenen Versicherungssteuer für E-Autos finde ich ja schon schon erstaunlich abenteuerlich, da sich die sogenannten Experten schon zu Wort gemeldet haben und meinten, die E-Autos stoßen ja kein CO2 aus und somit wird die Berechnung viel komplexer und schwieriger. Finde ich eine typisch zeitgemäße Antwort - wer kennt da schon die Hintergründe und die Komplexibilität...
1993 war es, galub ich, als die "viel geliebte" KFZ Steuerkarte aufgrund von "Vereinfachung" und sonstigen sogenannten Verwaltungseinsparungen und was weiß ich was eingestellt wurde und die heißgeliebte motorbezogene Versicherungssteuer eingeführt wurde. Die Berechnung war recht einfach, es wurde die Leitstung in kW herangezogen, um den Wert von 24 vermindert und dann einfach mit 0,55 multipliziert. Woher diese einzelnen Faktoren stammen entzieht sich meiner Kenntnis, ich denke es wurde in einem sillen Kämmerlein gewürfelt oder sonstiges gebastelt - das Ergebniss wurde eben gefunden und rechtlich umgesetzt. Die Steuereinnahmen sprudelten natürlich überquellend - der Staat brauchte auch schon damals Geld und Geld und nochmals Geld. Wenn ich mich recht erinnere war einer der Hauptgründe jener, dass sich aufgrund der fortschreitenden Motorenentwicklung der Hubraum immer mehr verringerte und die PS (kW) jedoch immer höher wurden (Turbo Ära wurde eingeleutet) und die damalige KFZ Steuer (Stempelmarken für die KFZ Steuerkarte) nach Hubraum berrechnet wurde. Daher sanken der Pegelstand im Staatssäckel und einige kreative Köpfe waren dann eben mit der motorbezogenen Steuer zur Stelle.
Ich glaube 2020 wurde dann noch zur bestehenden "Kasperlsteuer" - so nenne ich diese KFZ Steuer gerne - ein weiterer Faktor hinzugefügt, nämlich jener des CO2 Verbrauches in Gramm pro gefahrenem Kilometer - warum, ja klar - der Staat braucht Geld und Geld und Geld.
Nun wird man sehen, ob es wieder einige kreative Köpfe schaffen werden diese "hoch komplexe Berechnung" auch auf E-Auto umzulegen - die Formel dazu wäre ja aus meiner Sicht recht verständlich und zwar Leistung in kW minus 24 multipliziert mit 0,55....Beim CO2 wäre ich vorerst mal nachsichtig, aber man könnte ja den CO2 Ausstoß von der Produktion eines solchen Autos mit einbeziehen wenn man möchte - die Kreativabteilung wäre dazu wieder gefragt.
Blöd halt nur, dass sich in der E-Mobilität, vorwiegend bei KFZ eine Geilheit entwickelt hat, je mehr Strom (kW) desto besser und sich somit die unterschiedlichen Anbieter gegenseitig in Sphären treiben die nicht mehr nachvollziebar sind - jetzt würde (durch meine Idee der Besteuerung) eine Keule kommen, die so ziemlich alle E-Autos vom Markt fegen würde und in weiterer Folge auch unverkäuflich wären, sowie auch die bereits in Produktion befindlichen und geplanten KFZ zu unverkäuflichen Ladenhütern degradieren würde.
Somit zurück zum Anfang dieses Themas und zu deiner Aussage: Ich stimme dir voll und ganz zu....
Anmerkung:
Ich klebte für meinen Trans Am in den 90ern 1050 Schilling im Monat - heute beläuft sich die Kasperlsteuer für meinen GT500 auf 272 Euro/Monat

(das wären in Schilling 3.743,-

)