Volkswagen hat ein schweres Jahr 2024 hinter sich.
2025 dürfte kaum leichter werden.
Der Autoabsatz schwächelt auf vielen Märkten, die
meisten neuen Modelle kommen erst 2026 und der
Gesamtkonzern ist bei aller Innovationskraft schlicht zu ineffizient.
Doch seitdem Volkswagen mit seinen Marken in China gerade
gegenüber den nationalen Herstellern verloren hat und der
Umstieg in die Elektromobilität die Deckungsbeiträge hat
schrumpfen lassen, während Investitionen zeitgleich in die
Höhe stiegen, sieht es bei Volkswagen schlecht aus.
Auch in den USA, Südamerika oder Indien läuft es bei
vielen Modellen nicht so, wie es geplant war und die
Organisationsstruktur der verschiedenen Marken macht
den Betrieb ebenso zäh wie der gigantische Einfluss der
Arbeitnehmerschaft.
Anstatt das gigantische Markenpaket zu entzerren und
einzelne Marken einzustellen oder zu veräußern, wurde
mit Scout eine neue Marke ins Leben gerufen.
Scout soll ab 2027 in den USA elektrische Pick Ups und
SUV für den heimischen Markt produzieren – in einem
neuen Werk.
Quelle:
https://www.focus.de/auto/news/bitterer ... 03199.html
What???
Kunden präferieren den SUV und den Range Extender
VW belebt eine Uralt-Marke mit einem E-SUV und einem
E-Pick-up wieder. Beide treten direkt gegen die etablierte
US-Konkurrenz im Segment der Light Trucks an. Und beide
setzten dabei auf ur-amerikanische Ansätze, eine rustikale
Auslegung und ein überraschungsarmes Design.
Der VW-Konzern ist mit seinen vielen Marken extrem breit
aufgestellt. Sie bringen zudem viel Historie mit, die sich
mit Blick auf die Elektromobilität gut nutzen lässt.
Auch für die angestrebte Expansion auf dem US-Markt.
Wie VW bereits im Mai 2022 bestätigte, bringt der Konzern
unter dem neuen Markennamen Scout in den USA einen
vollelektrischen Pick-up und robusten SUV auf den Markt.
"Die Elektrifizierung bietet eine historische Chance, jetzt
als Konzern in das hochattraktive Pick-up- und R-SUV
-Segment einzusteigen.
Damit unterstreichen wir unsere Ambitionen, ein wichtiger
Akteur auf dem US-Markt zu werden", erklärte
seinerzeit der damalige VW-Boss Herbert Diess.
Die Marke Scout wurde 2023 als unabhängiges Unternehmen
mit Sitz in den USA wiederbelebt.
Zwei neue Scout-Modelle – SUV und Pick-up
Ende Oktober 2024 war es dann endlich so weit.
Nach 44 Jahren Abstinenz betraten zwei neue Scout-Modelle
die Bühne der Autowelt. Der Scout Traveler präsentiert sich
als großer SUV, der Scout Terra steigt ins Pick-up-Geschäft ein.
Formal erinnern beide stark an das Rivian-Duo R1T und
Rivian R1S.
Typisch amerikanisch setzten beide Scout-Modelle auf eine
Body-on-Frame-Konstruktion mit stabilem Leiterrahmen und
aufgesetzter Karosserie. Hinten gibt es eine Starrachse,
Sperren an beiden Achsen versprechen Offroad-Tauglichkeit.
Zudem lassen sich die Stabis an der Vorderachse ausklinken.
Der SUV darf bis zu 3,2 Tonnen ziehen, der Pick-up sogar bis
zu 4,5 Tonnen. Die Nutzlast bei beiden wird mit über 900
Kilogramm angegeben. Ausgerüstet mit 35 Zoll großen
Offroadreifen beträgt die Bodenfreiheit gut 30 Zentimeter.
Die Wattiefe soll bei über 90 Zentimeter liegen. Der SUV
setzt auf einen Radstand von 3,06 Meter und eine
Gesamtlänge von 5,28 Meter. Im Pick-up Terra lauten
die Daten: 3,78 Meter Radstand, 5,82 Meter Gesamtlänge.
Gleichstand herrscht bei der Breite mit 2,32 Meter sowie
wie nahezu bei der Höhe, die mit 1,96 Meter für den
Pick-up und 1,94 Meter für den SUV angegeben werden.
Angetrieben werden die Scout-Modelle von je einer
E-Maschine pro Achse. Die Leistung des Allradantriebs hält
VW noch unter der Decke. Das maximale Drehmoment soll
bei rund 1.350 Nm liegen. Eingebettet sind die E-Motoren
in eine 800-Volt-Architektur, die Ladeleistungen von bis
zu 350 kW erlaubt. Ladezeiten nennt Scout nicht.
Als US-Modelle sind beide aber auf den NACS-Standard
ausgelegt.
Auch bei weiteren Daten bleibt Scout zurückhaltend.
Der Spurt auf 60 mph (96 km/h) sei in 3,5 Sekunden möglich.
Respektabel, aber interessanter sind die Reichweiten.
Bis zu 560 Kilometer sollen möglich sein. Wer einen
größeren Aktionsradius braucht, kann optional einen
Range Extender ordern. In der dann Harvester getauften
Version liefert ein kleiner Benzinmotor per Generator
zusätzlichen Strom. Die Reichweite steigt auf bis zu
800 Kilometer. Akku-Kapazitäten? Bislang Fehlanzeige.
Dafür kündigt Scout bidirektionales Laden an. Die
komplette Bordsoftware lässt sich per OTA lebenslang
aktualisieren. Für zusätzliche Verbraucher finden sich
120-Volt-Steckdosen und USB-C-Anschlüsse im
Innenraum verteilt. Das 1,67 Meter lange Ladebett
des Terra ist zusätzlich mit zwei 120-Volt- und einer
240-Volt-Steckdose bestückt.
Die Preise
Vorbestellbar sind Scout Terra und Scout Traveler
mit einer Reservierungsgebühr von 100 Dollar ab sofort.
Konkrete Grundpreise nennt Scout noch nicht, verspricht
aber ein Einstiegslevel von unter 60.000 Dollar.
Da beide Autos, inklusive der Batterien, in den USA
gebaut werden, sind sie für den US-E-Autobonus in
Höhe von 7.500 Dollar qualifiziert. Umgerechnet
kosten die Scouts-E-Modelle so ab rund 55.500 Euro
(abzüglich Bonus: ab rund 48.600 Euro).
Magna als Entwicklungspartner
Die Serienproduktion soll Ende 2026 anlaufen.
In den Markt starten die Scout-Modelle dann 2027.
Auch bei der Präsentation der Scout-Modelle hielt
sich VW bedeckt, wer der Kooperationspartner bei
der Entwicklung war. Medienberichte hatte im
Vorfeld Magna ins Spiel gebracht. Wie die "Kleine
Zeitung" aus Österreich berichtete, hat VW den
Entwicklungsauftrag für zwei Modelle an Magna
vergeben. Rund 450 Millionen Euro hat sich VW
diese Fremdentwicklung kosten lassen.
Fertigen wird VW die Autos dann allerdings in
Eigenregie. Für die Formgebung der Scout-Modelle
wurde Ex-Fiat-Chrysler/Stellantis-Designer
Chris Benjamin angeheuert.
Quelle:
https://www.auto-motor-und-sport.de/neu ... ler-terra/