Kapitel E - Saisonabschluss, Ausblick und weiterführende Perspektiven
O.k., mein lieber Toaschtn, good point. Ich habe ja noch
ein wenig Zeit bis zum Frühjahr, um darüber in Ruhe
nachdenken zu können
Just in case...GO Box...habe nicht vor,
jemals mehr als 2 oder 3 km - wenn überhaupt -
auf Österreichs Autobahnen zu fahren,
die setzen nämlich ein schweres Oldtimer
Motorhome in eine besonders üble Tarifklasse.
Man gewinnt beinahe den Eindruck,
dass 3,5 t plus Motorhomes auf unseren Autobahnen
nicht erwünscht sind...aber das ist schon
klar: Wenn man selbst über 20 Quadratmeter
verfügt können sie einem keine teuren
Hotelzimmer mehr andrehen, so etwas kann
nicht im Sinne einer gewinnbringenden
Tourismusindustrie...in Ungarn z. B. kostet
eine schweres Womo (D2) 26,10 Euro für 10 Tage,
37,30 Euro für ein Monat und nicht 33,4 Cent pro km,
denn das summiert sich.
Aber man muss ja nicht auf der österr. Autobahn
fahren, die gut ausgebauten Bundesstraßen
laden ebenfalls dazu ein, oder man fährt gleich
überhaupt nicht quer durch Österreich, sondern
bewegt sich nur regional vom bzw. bis zum nächsten
Grenzübergang, oder belässt das Motorhome gleich in D - so
wie wir meistens in unserem Fall, dann steht einem das
gesamte nördliche Europa mautfrei zur Verfügung.
Aber nett. 5 Euro inklusive Mwst. Von der Firma Kapsch,
die früher mit der österr. Post schon ein unwahrscheinlich günstiges
Telefonanbieter-Modell im vorigen Jahrhundert kreierte: "Darf´s ein
Komfort-Telefon mit Tasten sein, gnä Frau? Kostet 700 Schü Grundgebühr..."
Wie auch immer, im freien Europa entscheidet jeder selbst,
wohin er fahren möchte und ob er dabei Maut zahlt, oder eben
nicht. Geht im Grunde niemandem etwas an, wofür jemand sein
Geld ausgibt. Privatsache.
Eigentlich wollten wir erst in 4 Wochen die Saison abschließen, aber
dies hat sich nun ein wenig beschleunigt, der erste Grund hierfür war die
sich aufgrund der Corona-Lage immer mehr erschwerende Rückführung
zwecks Garagierung. Der zweite Grund war die Undichtheit des 240 Liter
Tanks nach dem Volltanken. Der Revcon stank zum Himmel.
Dieser Umstand war mir bis dato noch nie aufgefallen, denn ich
tankte immer voll und fuhr dann sofort rund 500 km. Rund 2500 km in der
gesamten heurigen Saison. Wenn der Pegel nach längerer Fahrt dann
runter geht, ist auch der Tank beim Abstellen dicht.
Wie man es von alten U.S. Cars kennt, unterbricht der Zapfhahn beim
Tankvorgang nicht sofort den Benzinfluss beim Erreichen des vollen Tankpegels,
der Sprit schwappt aus dem Stutzen und es riecht dementsprechend.
"O.k.", dachte ich. "Rinnt halt noch etwas runter, fahren wir gleich mal 50 Kilometer."
Dies schuf jedoch nicht im geringsten Abhilfe. In 24 Stunden verlor der Revcon rund
3,5 Liter Sprit, ich musste Kübel darunter stellen, auch nicht gerade das Gelbe vom Ei.
Nachdem insgesamt ca. 25 Liter Sprit weniger im Tank waren, hörte das Tröpfeln auf.
Ich kenne das Leiden, mein damaliger 1980er Oldsmobile Cutlass leckte
ebenfalls...aber das ist gut 2 Jahrzehnte her. Damals wurde ein neuer Tank
eingebaut und gut war´s.
Die Leckage beschleunigte natürlich den Wunsch nach Garagierung und so fuhren
wir letztes Wochendende ohne irgendwelche Grenzkontrollen und auch ohne Corona Testung
mit dem Revcon problemlos zu meinem Mechaniker nach Sachsen.
Mir fiel dabei auf, dass unser Motorhome mit leeren Wassertanks immer wieder in der
Ebene eingebremst werden muss, denn die erlaubte Geschwindigkeit von 100 km/h auf
der deutschen Autobahn wird so sehr leicht überschritten. Der Frischwassertank, der
Grau- und der Schwarzwassertank sind alle aus Edelstahl, dies ist dem Umstand geschuldet,
dass der Vorbesitzer Beziehungen zu Tankmechanikern in der hiesigen Raffinerieindustrie
hatte und die Tanks somit schon einmal neu angefertigt wurden. Nur der Benzintank eben nicht.
Wenn ich Glück habe, ist es nur die Tankmanschette...
Die Garagierung über die Wintersaison kostet mich nichts, der Revcon wird von meinem
Mechaniker in den kommenden Monaten mindestens einmal pro Woche gestartet und bewegt,
die Batterien bleiben mit dem Landstrom verbunden und auch sonst wird alles im Blick
behalten.
Folgende Arbeiten sind jetzt bis spätestens April/Mai 2021 zu erledigen:
Behebung Benzintankproblem.
Abstellen gewisser Klappereien, z. B.Fixierung Cocktail-Tischchen.
Schrauben oben Reserverad - Dreck rinnt über das Dach, werden
durch Schrauben aus Edelstahl ersetzt.
Die Windschutzscheibe/Heckscheibe ist bei Starkregen immer noch undicht,
Seitenscheibe gegenüber vom Bett auch, daher werden jetzt alle
Scheibenrahmen innen ausgebaut und mit Sikaflex neu abgedichtet.
Dies wurde das letzte Mal im Jahre 1998 gemacht, hielt immerhin
22 Jahre.
Dann oh Schreck! Schrank oben - durch die Entlüftung kam Wasser rein!
Fehler gefunden: Der Vorbesitzer hatte offensichtlich nach der Installation der neuen
Sat-Anlage das Abdichten vergessen, dieses Problem trat nach
48 Stunden Dauerregen zum ersten Mal auf.
Hier zeigt sich wieder wie wichtig es ist, sein Motorhome bei schlechten
Wetterbedingungen immer wieder innen zu überprüfen bzw. auch draußen
einfach stehen zu lassen.
Aber Leute, ehrlich - ich habe schon eine richtige Aversion gegen das Tropfgeräusch.
Mitten in der Nacht erwachte ich aus gerechtem Schlafe, weil ich dachte, der Revcon
rinnt mir draußen vorm Haus aus. Plitch! Plitch! Plitch! Die Haare standen mir zu Berge.
Doch Gott sei Dank! Das Geräusch kam vom Heizkörper! Dennoch: Tröpfeln innen und außen.
Ich kann es nicht mehr hören
Videosystem mit Aufzeichnung (Cam 1 - momentane Ausrichtung Motorradträger):
1. Heckkamera senkrecht auf Stoßstange ausrichten.
2. Heckkamera montieren und auf Motorradträger ausrichten.
3. Kamera in Fahrtrichtung auf Armaturenbrett montieren.
4. Kamera für die Innenraumüberwachung installieren.
Motorradträger oben 6x neue rote Rückleuchten montieren,
- auf diese Art und Weise muss das Dach nicht angebohrt werden.
Hinten Schalter beim Ladegerät für die Hauptbatterie einbauen,
momentan lädt sich die Batterie ohne Landstrom beim Einschalten
des Wechselrichters selbst und muss manuell ausgesteckt werden.
Scheinwerfer mindestens um die doppelte Distanz höher stellen,
die Leuchtwirkung ist bereits jetzt tadellos - zum Glück!
Hella Breitstrahler sind auch sehr gut.
Pioneer USB Autoradio, plus 2 x 100 Watt Boxen plus Subwoofer
mit integriertem Verstärker einbauen.
CB Funk Albrecht Set mit Zusatzlautsprecher und Antenne für
Spiegelmontage installieren. Dieses benötigen wir für zukünftige
Konvoifahrten zu U.S. Car Treffen mit dem Police Interceptor
(Leute, ich vermisse die Treffen, ich vermisse Euch!

)
Neuen 3reihigen Kühler montieren, Doppelventilatoren mit
Temperatursensor auf Automatik umbauen.
Das Übliche bei allen meinen Fahrzeugen einmal pro Jahr:
Luftfilterwechsel
Motorölwechsel
Getriebeölwechsel
Neue Zündkerzen
Ab März Seiten/Unterseite lackieren,
Fensterrahmen bei den Seitenscheiben streichen.
Unterbodenschutz aufbringen, Tandem konservieren.
Neuer TÜV April 2021
Neue Gasprüfung (lief 2020 aus)
Immer step by step
Die durch die Investitionen erzielte Wertsteigerung wird
durch ein neues Gutachten für die Vollkaskoversicherung
im April 2021 abgesichert.
Eigentlich sehr wertstabil, so ein U.S. Oldtimer.
Vielleicht sollte ich auch andere historische Kostbarkeiten erwerben...
Zwei Angebote habe ich bereits eingeholt, wobei ich auch gedenke, demnächst zuzuschlagen:
1. Die Schüssel, aus der das trojanische Pferd seinen Hafer fraß.
2. Die geheimen historischen Pläne zur Erstürmung der Mauern von Jericho.
Mit Musiknoten und allem - eine archäologische Kostbarkeit!
Schönen Abend!
